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Die Medizin bei Star Trek

Die Medizin bei Star Trek

Vortrag von Dr. med. Magnus Heier, Neurologe und Radiomensch

 

Hinter der Medizinabteilung von Raumschiff Enterprise verbirgt sich mehr, als man erwarten könnte: technisch, aber auch im Selbstverständnis der Ärzte. Der erste Mediziner, „Pille“ McCoy, ist noch ein klassischer Leibarzt: Er steht neben dem Kapitän auf der Brücke, berät in allen Lebenslagen und rettet Leben. Seine Nachfolger zieht es konsequenter auf die Krankenstation: Dr. Phlox ist 35 Jahre später vor allem Forscher - die schlichte Alltagsmedizin betreibt er eher beiläufig. Er wird auch mal zur Hauptperson, wenn er entführt wird, um eine Seuche unter den verfeindeten Klingonen zu beenden - Hand in Hand mit klingonischen Forschern.

 

Raumschiff Enterprise fliegt seit über 50 Jahren durchs All. Seine Schöpfer hatten von Anfang an einen fast prophetischen Blick in die medizinische Zukunft. Schon „Pille“ hatte mit seinem Tricorder ein medizinisch-diagnostisches Universalgerät, mit dem er berührungslos die entscheidenden Parameter messen konnte - eine Technik, an die sich die Realität mit Ultraschall und Fitnessuhren langsam herantastet. Eine Generation später trug der blinde Chefingenieur der Enterprise eine „Visor“, mit dem er nicht nur im sichtbaren Licht, sondern auch im Infrarot- und Ultraviolettbereich sehen kann - so wie eine künstliches Netzhaut heute. Schließlich spritzten die Ärzte von Anfang an ohne Nadel und durch die Bekleidung hindurch - so wie heute mit ersten Impfpistolen…

 

Ein Vortrag über die Medizin bei Star Trek lebt von Filmausschnitten. Die bekannten Personen, die vertrauten Melodien, einzelne erinnerte Episoden sind eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit - mit der Autorität des Arztes und der Schlagfertigkeit des Journalisten.